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Bremsgewicht
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Das Bremsgewicht ist eine in der Einheit Tonne angegebene GrĂ¶ĂŸe zur Bewertung des Bremsvermögens eines Eisenbahnfahrzeugs oder eines Zuges.cite-ref-v3-26-1-0[1] Es gibt im Wesentlichen an, welche Fahrzeugmasse von den Bremsen innerhalb eines vorgegebenen Bremswegs aus einer vorgegebenen Geschwindigkeit zum Stillstand gebracht werden kann.

Das Bremsgewicht kann kleiner oder auch grĂ¶ĂŸer als die Gesamtmasse sein. Im ersten Fall muss der Zug i. d. R. mit niedrigerer Geschwindigkeit verkehren, um innerhalb der geforderten Bremswege – insbesondere vor Signalen – halten zu können. Im letzten Fall kann der Zug schneller verkehren.

Contents

‱ Deutschland
‱ Siehe auch
‱ Literatur

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AbhÀngigkeit der Bremskraft

Von der Bremsart

In das Bremsgewicht fließen die zur Übertragung von Bremskraft zwischen Rad und Schiene ausnutzbare Fahrzeugmasse (Gewicht) und die Bremsart ein, die von Hand an jedem Wagen umgestellt werden kann. Dabei sind folgende Bremsstellungen möglich:

‱ Mit der schnell wirkenden P-Bremse werden leichte bis mittelschwere ZĂŒge gebremst. Sie ermöglicht ein BremsverhĂ€ltnis von etwa 100 %.
‱ Die R-Bremse kann erheblich mehr als 100 % BremsverhĂ€ltnis aufbringen. Bei Gusssohlen wird ihre Wirkung im oberen Geschwindigkeitsbereich verstĂ€rkt, bei Scheibenbremsen wird generell der Bremsdruck erhöht. (Beides erfordert eine zusĂ€tzliche Regelung und Überwachung, in Form eines Geschwindigkeitsgebers und/oder Gleitschutzes.)
‱ Die langsam wirkende G-Bremse wird fĂŒr schwere, aus nicht einheitlichem Wagenmaterial bestehende oder fĂŒr extrem lange GĂŒterzĂŒge verwendet. Das BremsverhĂ€ltnis der G-Bremse betrĂ€gt maximal rund 80 %.
‱ Die Magnetschienenbremse (Mg-Bremse) kommt zusĂ€tzlich zur R-Bremse bei einer Schnellbremsung zum Einsatz, wobei BremsverhĂ€ltnisse bis 200 % möglich sind.cite-ref-2[2]

Bei Fahrzeugen mit Umstelleinrichtung fĂŒr die Bremsart ist fĂŒr jede Bremsstellung das entsprechende Bremsgewicht am Fahrzeug angeschrieben.cite-ref-janicki-3-0[3]

Von der Beladung

Die Lastabbremsung ermöglicht das Anpassen des Bremsgewichts an das effektive Wagengewicht. Um ein Überbremsen bei geringer Beladung zu verhindern, ist das Bremsgewicht eines leeren Wagens geringer als wenn er beladen ist. Je nach Bauart des Fahrzeugs wird der Lastwechsel manuell oder automatisch umgestellt.cite-ref-4[4] Bei Wagen mit manuellem Lastwechsel ist fĂŒr jede Stellung das entsprechende Bremsgewicht am Wagen angeschrieben.cite-ref-janicki-3-1[3]

Wird ein Fahrzeug ohne Lastabbremsung beladen, vergrĂ¶ĂŸert sich nicht nur sein Gesamtgewicht, sondern auch der Bremsweg.cite-ref-janicki-3-2[3]

Von weiteren Faktoren

Die GrĂ¶ĂŸe der Bremskraft hĂ€ngt ferner ab von:

‱ der Bremsklotzkraft
‱ der Bauart der Bremsklötze und ihrem Reibwert
‱ dem zeitlichen Verlauf der Bremsklotzkraft
‱ dem Fahrwiderstand
‱ dem Massenfaktorcite-ref-transpress-5-0[5]

Das Bremsgewicht charakterisiert lediglich die Eigenschaft einer Bremse und nicht die des Fahrzeugs. Fahrzeuge verschiedener Bauarten und Massen, die mit Bremsen gleicher Bauart ausgerĂŒstet sind, weisen deshalb das gleiche Bremsgewicht auf.cite-ref-transpress-5-1[5]

Bremsberechnung

FĂŒr die Praxis ist es nötig, das Bremsverhalten eines aus verschiedenen Einzelwagen gebildeten Zuges zu kennen, um zu entscheiden, bis zu welcher Geschwindigkeit der Zug seinen vorgegebenen Bremsweg in AbhĂ€ngigkeit von der jeweiligen Streckenneigung sicher einhalten kann. Bei der Ermittlung des Bremsvermögens eines Zuges werden die BremskrĂ€fte sĂ€mtlicher Fahrzeuge zusammengefasst.cite-ref-minde-6-0[6] Mit der Bremsberechnungcite-ref-7[7] bestimmt man das Bremsgewicht eines Zuges, indem man die Bremsgewichte der einzelnen Fahrzeuge zusammenzĂ€hlt. Um die Bremsleistungen der unterschiedlichen ZĂŒge mit ihren unterschiedlichen Lasten in einem vergleichbaren Wert auszudrĂŒcken, wird das Bremsgewicht des Zuges mit der Gesamtmasse des Zuges (Zuggewicht) verglichen.cite-ref-janicki-3-3[3] Das Ergebnis ist eine dimensionslose Prozentzahlcite-ref-ser1-2020-8-0[8] und wird als Bremshundertstel oder BremsverhĂ€ltnis bezeichnet. Mit diesem Wert kann anschließend bestimmt werden, wie schnell ein Zug fahren darf, ohne dass der Bremsweg den Vorsignalabstand ĂŒberschreitet.cite-ref-janicki-3-4[3]

Deutschland

Die AbstĂ€nde zwischen Vor- und Hauptsignal sind in Deutschland vereinheitlicht und werden als Regelbremsweg bezeichnet. Sie betragen in der Regel auf Nebenbahnen je nach Streckenhöchstgeschwindigkeit 400 oder 700 Meter, auf Hauptstrecken 1000 Meter. Die Mindestbremshundertstel legen in Deutschland fest, wie viele Bremsprozente ein Zug haben muss, um eine bestimmte Strecke mit der Streckenhöchstgeschwindigkeit fahren zu dĂŒrfen.cite-ref-9[9]

Österreich und Schweiz

GrundsĂ€tzlich sind in Österreich ZĂŒge so zu bilden, dass der Wagenzug fĂŒr sich und die arbeitenden Triebfahrzeuge einzeln in der Lage sind, das erforderliche Bremsgewicht aufzubringen. Andernfalls wird eine neue Bremsberechnung durchgefĂŒhrt, bei der die Dienst- und Bremsgewichte aller im Zug befindlichen arbeitenden Lokomotiven BerĂŒcksichtigung finden. Wird das notwendige Bremsgewicht auch dann nicht erreicht, so prĂŒft der Fahrdienstleiter mit der Dispoliste,cite-ref-10[10] wie weit eine Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit erforderlich ist.cite-ref-v3-26-1-1[1]

Im Gegensatz zu Deutschland haben Österreich und die Schweiz keine einheitlichen VorsignalabstĂ€nde. In Österreich betragen sie zwischen 400 und 1500 Meter, wobei sie jeweils auf 100 Meter gerundet werden.cite-ref-v3-26-1-2[1]

Bei den Schweizer Bahnen werden mit der Bremsrechnung die Bremsreihe und die Zugreihe bestimmt. Von der Zug- und Bremsreihe hÀngt die Zuggeschwindigkeit ab, die mit der Streckentabelle bestimmt wird.cite-ref-fdv-r300-14-a3-2-11-0[11]

Unterschiedliche Bremsleistungen bei Betriebsbremsungen

Bremsgewichte sind nur bei Schnellbremsungen gĂŒltig; ein Umrechnen fĂŒr Betriebsbremsungen ist unmöglich. Der Bremszylinder­druck ist von der Differenz aus Steuerkammerdruck und Hauptleitungsdruck abhĂ€ngig. Mit einem Steuerventil von guter QualitĂ€t ist diese Differenz klein und die Bremszylinder erreichen bei einer Betriebsbremsung einen höheren Bremszylinderdruck. Bei einer Schnellbremsung erreichen jedoch gute und schlechte Steuerventile den vollen Druck. Da nur die Schnellbremsung fĂŒr das Bremsgewicht herangezogen wird, haben Fahrzeuge mit unterschiedlichen Steuerventilen das gleiche Bremsgewicht.cite-ref-ser1-2020-8-1[8]

Bei den im frĂŒheren Ostblock nachgebauten Oerlikon-Ventilen sinkt der Steuerdruck wegen den Gummiteilen von mangelhafter QualitĂ€t und Nichteinhalten der vorgegebenen OberflĂ€chenrauheit stark. Das fĂŒhrte in den frĂŒhen 1970er-Jahren bei SchnellzĂŒgen auf den Rampen der Tauernbahn hĂ€ufig zu BremsanstĂ€nden. Diese ZĂŒge bestanden aus klotzgebremsten Wagen der damaligen Jugoslawischen Eisenbahnen (JĆœ) und scheibengebremsten Wagen der Deutschen Bundesbahn (DB). Die gut bremsenden Wagen der DB ĂŒbernahmen einen großen Teil der Bremsarbeit der JĆœ-Wagen, was zu GeruchsbelĂ€stigungen und sogar zu BrĂ€nden an den BelĂ€gen der Scheibenbremsen fĂŒhrte.cite-ref-ser1-2020-8-2[8]

Stillhalte- oder Festhaltebremsgewicht

Das Stillhaltebremsgewicht bezeichnet in der Schweiz das notwendige Bremsgewicht zum Festhalten des Zuges im Stillstand.cite-ref-fdv-r300-14-a3-2-11-1[11] Vor Fahrbeginn ist das hierzu erforderliche Bremsgewicht der Feststellbremsecite-ref-12[Anm. 1] zu ĂŒberprĂŒfen. Das notwendige Stillhaltebremsgewicht hĂ€ngt vom Zuggewicht und von der Streckenneigung ab und ist den Fahrdienstvorschriften festgeschrieben.cite-ref-13[12]

In Österreich wird das zur Sicherung von stillstehenden Fahrzeugen notwendige Handbremsgewicht als Festhaltebremsgewicht bezeichnet. Die Festhaltebremshundertstel können der Streckenliste entnommen werden. Kann das Festhaltebremsgewicht nicht mithilfe der Handbremsen aufgebracht werden, dĂŒrfen die auf den Triebfahrzeugen vorhandenen Hemmschuhe herangezogen werden.cite-ref-v3-26-1-3[1]

Ermittlung des Bremsgewichts

Das Bremsgewicht wird in von der UIC genormten Brems- und Auslaufversuchen ermittelt oder mittels versuchsmĂ€ĂŸig aufgestellten Unterlagen berechnet.cite-ref-transpress-5-2[5]

1936 ermittelte man anhand des damals lĂ€ngsten und schwersten im Betrieb vorkommenden Reisezuges mit 15 Wagen den charakteristischen Verlauf einer Bremsung. Darauf aufbauend entstanden die Normen zur Ermittlung des Bremsgewichts.cite-ref-minde-6-1[6] FĂŒr die schnell wirkende Personenzugbremse gilt als Einheitsbremswagen ein vierachsiger 50 Tonnen schwerer Drehgestellwagen mit einer BremszylinderfĂŒllzeit von 4,7 Sekunden, wobei die Summe aller BremsklotzkrĂ€fte 80 % der Fahrzeugmasse, d. h. rund 400 kN betrĂ€gt. Das ermöglicht bei einer Schnellbremsung nach dem Abstoßen bei einer Fahrzeuggeschwindigkeit von 120 km/h beim Einheitsbremswagen einschließlich der nicht abgebremsten Lokomotive einen Bremsweg von 1000 Metern,cite-ref-14[13] was einer mittleren Verzögerung von etwa 0,56 m/sÂČ entspricht. FĂŒr die langsam wirkende GĂŒterzugbremse ist als Einheitswagen ein zweiachsiger GĂŒterwagen international festgelegt, der mit 70 % der Fahrzeugmasse gebremst wird.cite-ref-transpress-5-3[5]

Die Versuche zur Ermittlung der Bremsgewichte werden auf waagrechten Strecken vorgenommen. Eine Berechnung des Bremswegs ist sehr schwierig, da er von einer Reihe schwer erfassbarer Faktoren abhÀngt. Eine relativ genaue Ermittlung des Bremswegs bei klotzgebremsten Fahrzeugen liefert die Mindener Formel.

Das Bremsgewicht ist fĂŒr die Betriebsgenehmigung eines Eisenbahnfahrzeuges wesentlich und wird daher im behördlichen Zulassungsverfahren bekanntgegeben.cite-ref-ser1-2020-8-3[8]

BAV-Bremsgewicht

Bei den Schmalspurbahnencite-ref-15[Anm. 2] in der Schweiz kommt nicht das UIC-Bremsgewicht zur Anwendung, sondern ein vom Bundesamt fĂŒr Verkehr (BAV) definiertes Bremsgewicht. 100 Bremsgewichtshundertstel λ entsprechen dabei auf horizontaler und gerader Strecke einem Anhalteweg von 252,8 m bei einer Schnellbremsung aus der Geschwindigkeit von 80 km/h.cite-ref-16[14] Die Bremsversuchsfahrten können unter diesen Bedingungen auf dem jeweiligen Bahnnetz erfolgen. Steht aus topographischen GrĂŒnden kein geeigneter Streckenabschnitt zur VerfĂŒgung, kann der gemessene Weg auf einen Bremsweg, der 0 ‰ entspricht, umgerechnet werden.cite-ref-17[15]

Aus dem so ermittelten Bremsgewichtshundertstel λ wird das Bremsgewicht ermittelt:cite-ref-18[16]

BAV-Bremsgewicht (t) = Leergewicht (t) ⋅ ⋅ λ λ 100 {\displaystyle {\mbox{BAV-Bremsgewicht (t)}}={\frac {{\mbox{Leergewicht (t)}}\cdot \lambda }{\mbox{100}}}}

FrĂŒhere ErklĂ€rung des Bremsgewichts

FrĂŒher wurde das Bremsgewicht eines Fahrzeugs als derjenige Anteil des Fahrzeuggewichts definiert, der zur Übertragung von Bremskraft zwischen Rad und Schiene ausgenutzt wird.cite-ref-roell-19-0[17] Dies setzt voraus, dass die Bremsen wĂ€hrend des ganzen Bremsvorgangs genau die gewĂŒnschte Bremskraft aufbringen, um einen Zug aus der Fahrgeschwindigkeit in der gewĂŒnschten Strecke zum Stehen zu bringen. Da aber die Bremsen eine gewisse Zeit bis zum vollen Aufbringen der Bremskraft brauchen, aber auch wegen technischer Einflussfaktoren (Art der BremsbelĂ€ge, Bremsenbauart), ist das Bremsgewicht moderner Fahrzeuge nicht mehr in dieser einfachen Form definierbar.

Bremsgewichte einiger Fahrzeuge

Die AbkĂŒrzungen in den TabellenĂŒberschriften bezeichnen die Bremsart.

| Triebfahrzeug, Triebzug | v max | Dienstgewicht | R+E | R | P | G | geschleppt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| SBB Re 4/4 II | 140 km/h | 84 t | – | 100 t | – | 72 t | 0,9 t |
| SBB Re 450 (S-Bahn ZĂŒrich, 1. Generation) | 130 km/h | 74 t | – | 85 t | – | 63 t | 0,85 t |
| SBB Re 460 („Lok 2000“) | 200 km/h | 84 t | – | 105 t | – | 76 t | – |
| SBB Ae 6/6 | 120 km/h | 120 t | – | 120 t | 90 t | 90 t | 0,75 t |
| SBB Re 6/6 | 140 km/h | 120 t | – | 150 t | – | 108 t | 0,9 t |
| SBB RABDe 500 (ICN InterCity-Neigezug) | 200 km/h | 359 t | 751 t | 631 t | 408 t | 408 t | 1,14 t |
| RABe 514 (DTZ der S-Bahn-ZĂŒrich) | 140 km/h | 225 t | – | 368 t | – | – | 1 t |
| SBB RBe 4/4 | 125 km/h | 72 t | – | 85 t | – | 55 t | 0,76 t |
| SBB RBDe 560 (NPZ, Domino) | 140 km/h | 70 t | – | 88 t | – | 70 t | 1 t |
| BLS Re 465 | 160 km/h | 84 t | – | 114 t | – | 76 t | – |
| SOB RBDe 562 (SOB-Flirt) | 140 km/h | 74 t | – | 93 t | – | 74 t | 1 t |
| DB-Baureihe 101 | 220 km/h | 84 t | 168 t | 120 t | 84 t | 70 t | – |
| ÖBB 1116 [ 18 ] | 230 km/h | 86/88 t | 180 t | 140 t | 67 t | 67 t | – |

| Personenwagen | v max | Leergewicht | Gesamtgewicht | Mg | R+EP | R+SB | R | P |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ÖBB Railjet -Zwischenwagen Bmpz, ARbmpz, Ampz | 230 km/h | 50 t | 54–56 t | 119 t | 87 t | – | 81 t | 59 t |
| ÖBB Railjet-Steuerwagen Afmpz | 230 km/h | 56 t | 60 t | 112 t | 94 t | – | 88 t | 64 t |
| SBB EW I B (grau-blau) | 140 km/h | 30–32 t | 33–33 t | | – | – | 43 t | 43 t |
| SBB EW II A (grĂŒn) | 140 km/h | 29 t | 32 t | | – | – | 43 t | 43 t |
| SBB EW II B (grĂŒn) | 140 km/h | 30 t | 33 t | | – | – | 43 t | 30 t |
| SBB EW IV A, B, WRM | 200 km/h | 42–46 t | 47–50 t | | – | 74 t | 69 t | 51 t |
| SBB IC Bt ( EW IV ) | 200 km/h | 48 t | 53–54 t | | 81 t | 77 t | 72 t | 57 t |
| SBB D ex SNCF | 160 km/h | 29 t | 34 t | | – | 49 t | 46 t | 46 t |
| SBB IC2000 (Dosto) A, AD, B, Bt, BR, WRB | 200 km/h | 45–47 t | 60 t | | 91 t | 86 t | 81 t | 65 t |
| SBB Bpm 51 | 160 km/h | 36 t | 42 t | | – | – | 56 t | 56 t |
| SBB Eurocity-Wagen Apm, Bpm | 200 km/h | 43 t | 47 t | | – | – | 68 t | 50 t |
| SBB Eurocity-Wagen Apm und Bpm Refit | 200 km/h | 45 t | 50 t | | 76 t | 73 t | 68 t | 50 t |

FĂŒr eine Railjet-Garnitur bestehend aus 1×1116 + 6×Wagen + 1×Steuerwagen ergibt sich:

‱ fĂŒr die Zugmasse m Zugmasse / t = 86 + ( 54 + 55 + 4 ⋅ ⋅ 56 ) + 60 = 479 {\displaystyle {\text{m}}_{\text{Zugmasse}}/{\text{t}}=86+(54+55+4\cdot 56)+60=479} und
‱ fĂŒr das Bremsgewicht F Bremsgewicht / t = 159 + 6 ⋅ ⋅ 119 + 112 = 985 {\displaystyle {\text{F}}_{\text{Bremsgewicht}}/{\text{t}}=159+6\cdot 119+112=985} und damit
‱ fĂŒr die Bremshundertstel Brh = 985 / 476 ≈ ≈ 206 % % {\displaystyle {\text{Brh}}=985/476\approx 206\,\%} .

GemĂ€ĂŸ Buchfahrplan sind fĂŒr die Strecke Wien–Bregenz 191 Bremshundertstel erforderlich.cite-ref-0-21-0[19] Nimmt man zwei Railjet-Garnituren zusammen, erhöhen sich Bremsgewicht und Zugmasse jeweils auf das Doppelte, die Bremshundertstel bleiben gleich.

Siehe auch
Literatur

‱ Helmut Griesser: Mythos Bremsgewicht. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 1, Januar 2021, ISSN 1421-2811, S. 22 f.

Anmerkungen

cite-note-15Anm. 2. ↑ mit eigenem Bahnkörper

Einzelnachweise

cite-note-v3-26-11. ↑ Österreichische Bundesbahnen: V3. Betriebsvorschrift. Wien, 2005. § 26
cite-note-22. ↑ Bundesamt fĂŒr Verkehr: Schweizerische Fahrdienstvorschriften (FDV) A2025. Bundesamt fĂŒr Verkehr (BAV), 16. Juli 2025 (PDF; 11 MB). R 300.14, Abschnitt 6.5–6.7 Personen- und GĂŒterzugbremsen
cite-note-janicki-33. ↑ JĂŒrgen Janicki, Horst Reinhard: Schienenfahrzeugtechnik. Bahn Fachverlag, 2008, ISBN 978-3-9808002-5-9.
cite-note-44. ↑ Schweizerische Fahrdienstvorschriften (FDV) A2025. Bundesamt fĂŒr Verkehr (BAV), 16. Juli 2025 (PDF; 11 MB). R 300.14, Abschnitt 3.4 Lastabbremsung
cite-note-transpress-55. ↑ Lexikon Eisenbahn. Transpress VEB Verlag fĂŒr Verkehrswesen, Berlin, 1978
cite-note-minde-66. ↑ Frank Minde: Grundlagen der Eisenbahnbremstechnik. (PDF; 141 KB) In: ids.uni-hannover.de. 2007, archiviert vom Original am 16. Oktober 2017; abgerufen am 17. Juli 2024.
cite-note-77. ↑ in der Schweiz mit Bremsrechnung bezeichnet (Schweizerische Fahrdienstvorschriften (FDV) A2025. Bundesamt fĂŒr Verkehr (BAV), 16. Juli 2025 (PDF; 11 MB). R 300.1, Abschnitt 2.5.2 ErklĂ€rung der Begriffe)
cite-note-ser1-2020-88. ↑ Helmut Griesser: Mythos Bremsgewicht. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 1/2021, S. 22–23
cite-note-99. ↑ Jörn Pachl: Systemtechnik des Schienenverkehrs. Bahnbetrieb planen, steuern und sichern. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-8351-0191-3
cite-note-1010. ↑ AbkĂŒrzung fĂŒr Dispositionsliste (Österreichische Bundesbahnen: V3. Betriebsvorschrift. Wien, 2005. Seite C)
cite-note-fdv-r300-14-a3-2-1111. ↑ Schweizerische Fahrdienstvorschriften (FDV) A2025. Bundesamt fĂŒr Verkehr (BAV), 16. Juli 2025 (PDF; 11 MB). R 300.1, Abschnitt 2.5.2 ErklĂ€rung der Begriffe
cite-note-1312. ↑ Schweizerische Fahrdienstvorschriften (FDV) A2025. Bundesamt fĂŒr Verkehr (BAV), 16. Juli 2025 (PDF; 11 MB). R 300.5, Abschnitt 3.7.2 Höchstgeschwindigkeiten und höchstzulĂ€ssige LĂ€nge der ZĂŒge und Beilage 1 Tabelle Mindestfesthaltekraft
cite-note-1413. ↑ F. Christen: Bestimmung des Bremsgewichts der mit Druckluftbremse ausgerĂŒsteten Eisenbahnfahrzeuge. Schweizerische Bauzeitung, Band 122 (1943), Heft 4 (E-Periodica, PDF 1.9 MB)
cite-note-1614. ↑ AusfĂŒhrungsbestimmungen zur Eisenbahnverordnung (AB-EBV) UVEK, 21. Mai 2024 (PDF; 9 MB). AB 52.2 Bremskraft, Ziffer 6.1.1
cite-note-1715. ↑ AusfĂŒhrungsbestimmungen zur Eisenbahnverordnung (AB-EBV) UVEK, 21. Mai 2024 (PDF; 9 MB). AB 52.2 Bremskraft, Ziffer 6.1.2.1
cite-note-1816. ↑ AusfĂŒhrungsbestimmungen zur Eisenbahnverordnung (AB-EBV) UVEK, 21. Mai 2024 (PDF; 9 MB). AB 52.2 Bremskraft, Ziffer 6.1.6
cite-note-roell-1917. ↑ Dr. Freiherr v. Röll: Bremsbrutto. In: EnzyklopĂ€die des Eisenbahnwesens. 2. Auflage. Band 3. Berlin / Wien 1912, S. 8–16 (zeno.org).
cite-note-201. ÖBB 1116 024-9 technische Daten. In: Bahnbilder.de. Abgerufen am 13. Oktober 2017.
cite-note-0-2119. ↑ Zugtrennung Z 568 (Railjet) am 6. Oktober 2010. (PDF; 390 KB) In: bmvit.gv.at. Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST, S. 6, archiviert vom Original am 16. Oktober 2017; abgerufen am 17. Juli 2024.